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Das EMF-Institut hat als Band 8 seiner Schriftenreihe den Benchmark Familienunternehmen 2015 veröffentlicht. Mit dem Benchmark und den generierten Kennzahlen entwickelt das EMF-Institut ein Instrument, das Familien- und Nicht-Familienunternehmen einen aussagekräftigen Vergleich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit anhand von 27 Finanzkennzahlen ermöglicht. Die Studie ermöglicht einen Überblick über die Verbreitung und den finanzwirtschaftlichen Zustand der Familienunternehmen in der Europäischen Metropolregion Berlin-Brandenburg.

 

Die Stichprobe setzt sich aus 163 Familien- und 570 Nicht-Familienunternehmen zusammen, die in den Segmenten Handel, Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen unterteilt werden.

Beim Vergleich von Familienunternehmen der Metropolregion Hamburg und der Europäischen Metropolregion Berlin-Brandenburg ist erkennbar, dass die Hamburger Unternehmen im Median größer, umsatz- und ergebnisstärker sind. Die Rentabilität des eingesetzten Kapitals ist jedoch bei Berliner und Brandenburger Familienunternehmen höher, was den Erfolg der Metropolregion aus einer Anlegerperspektive verdeutlicht.

 

Ein Unabhängigkeitsstreben durch Finanzstrukturpolitik von Familienunternehmen der Metropolregion Berlin-Brandenburg kann vermutet werden. Die Unternehmen verfügen über eine hohe Eigenkapitalbasis: Die Eigenkapitalquote ist höher als bei den Nicht-Familienunternehmen und steigt auch im Trend an. Allerdings geht das nicht zu Lasten der Rentabilität. Im Vergleich zu Nichtfamilienunternehmen haben Familienunternehmen eine höhere, wenngleich sinkende Eigenkapitalrendite. Auch ein Unabhängigkeitsstreben in der Personalpolitik kann vorsichtig bejaht werden. Schließlich geben die untersuchten Daten Hinweise darauf, dass Familienunternehmen nach Unabhängigkeit vom Absatz- und Beschaffungsmarkt streben.

 

Die Autoren dieser Studie, Prof. Dr. Birgit Felden, Michael Graffius, Michael Häfelinger, Laura Marwede und Katharina Urban, sind sich jedoch darüber einig, dass die vollständige Beantwortung der Unabhängigkeits-Hypothese nur durch weiteres Datenmaterial und insbesondere eine qualitative ergänzende Untersuchung befriedigend beantwortet werden kann.

 

Bei Interesse kann die Publikation über das EMF-Institut bezogen werden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie: hier

 

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