KI-InnoX Event (Transferale) „Berliner Mittelstand und KI: Was jetzt zählt“

Am 30. Juni 2026 fand im Cambridge Innovation Center Berlin die Veranstaltung „Berliner Mittelstand und KI: Was jetzt zählt“ im Rahmen der Transferale 2026 statt. Im Mittelpunkt standen zwei zentrale Fragen für kleine und mittlere Unternehmen: Wie lässt sich Künstliche Intelligenz sinnvoll im Betrieb einsetzen? Und wie können Unternehmen zugleich langfristig zukunftsfähig aufgestellt und für die nächste Generation gesichert werden?

Die Veranstaltung richtete sich an Berliner KMU, Handwerksbetriebe und Kleinstunternehmen sowie an Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Transfer. Ziel war es, konkrete Orientierung zu geben, den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu stärken und Unternehmen dabei zu unterstützen, KI-Kompetenz und KI-Souveränität im eigenen Betrieb aufzubauen.

Den Auftakt bildeten drei Impulse aus Forschung, Wirtschaft und Politik. Prof. Dr. Birgit Felden vom EMF-Institut der HWR Berlin sprach unter dem Titel „Nachfolge neu denken: Wie KI den Übergabeprozess verändert und warum das eine Chance ist“ über die Verbindung von Unternehmensnachfolge und Künstlicher Intelligenz. Henrik Holst, Public Affairs Manager Digitalpolitik bei der IHK Berlin, gab Einblicke in aktuelle Erkenntnisse aus der IHK-KI-Umfrage in der Berliner Wirtschaft. Prof. Dr. Christina Kratsch, Professorin für Künstliche Intelligenz und Leiterin der KI-Werkstatt an der HTW Berlin, stellte Hands-on-Formate vor, die Berliner KMU bei eigenen KI-Vorhaben unterstützen.

In der anschließenden Paneldiskussion mit Prof. Dr. Sabine Baumann, Prof. Dr. Birgit Felden, Prof. Dr. Christina Kratsch und Henrik Holst wurde deutlich, dass KI-Transformation, KI-Kompetenzentwicklung und Unternehmensnachfolge im Mittelstand gemeinsam gedacht werden sollten. Eine zentrale Rolle spielen dabei Datenbereitstellung, Datenaufbereitung und Datensouveränität. Für Unternehmen geht es nicht nur darum, einzelne KI-Tools einzusetzen, sondern eigene Kompetenzen aufzubauen und souverän entscheiden zu können, wo KI im Betrieb sinnvoll ansetzt.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von Unternehmensübergabe und KI. Nachfolgeprozesse bieten die Chance, Wissen zu bewahren, digitale Lösungen einzuführen, Innovationen anzustoßen und Unternehmen langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Gleichzeitig wurde das Spannungsfeld zwischen Kooperation und dem Schutz von Betriebsgeheimnissen diskutiert. Aus dem Publikum kam der Impuls, nicht nur über das Teilen von Daten zu sprechen, sondern auch Ideen, Strukturen und Lösungsansätze gemeinsam weiterzuentwickeln, um Synergien zu nutzen.

Deutlich wurde: Viele Unternehmen suchen keine abstrakten Hochglanzlösungen, sondern praxistaugliche „Brot-und-Butter“-Ansätze, die im betrieblichen Alltag funktionieren. Genau hier setzt das IFAF-Forschungsprojekt KI-InnoX an. Das Projekt untersucht, wie KMU im Berliner Innovationsökosystem nicht nur Zugang zu Künstlicher Intelligenz erhalten, sondern in der Breite und gemeinsam davon profitieren können.

Bildnachweis: © Edgard Berendsen / IFAF
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