Neue Studie: EMF-Institut veröffentlicht KMU Risiko-Report 2026

Mehr als 1.000 Unternehmen befragt – Studie zeigt zentrale Zukunftsrisiken für kleine und mittlere Unternehmen

Das EMF-Institut hat gemeinsam mit dem Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) den Risiko-Report Mittelstand 2026 veröffentlicht. Die Studie basiert auf einer bundesweiten Befragung von 1.071 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern kleiner und mittlerer Unternehmen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Risiken der deutsche Mittelstand aktuell ausgesetzt ist und welche strukturellen Herausforderungen seine Zukunftsfähigkeit besonders beeinflussen.

Drei zentrale Risikomuster im Mittelstand

Die Studie zeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht nur mit einzelnen Belastungen konfrontiert sind. Vielmehr treten mehrere Risikofelder gleichzeitig auf und verstärken sich gegenseitig. Daraus ergeben sich drei zentrale Muster, die für die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands besonders relevant sind.

Das Investitionsdilemma: Viele Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, in Digitalisierung, Innovation, Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Gleichzeitig führen steigende Kosten, wirtschaftliche Unsicherheit und begrenzte finanzielle Spielräume dazu, dass wichtige Investitionen verschoben oder reduziert werden.

Die Resilienzfalle: Gerade dort, wo Anpassungen besonders dringend wären, fehlen häufig die notwendigen Ressourcen. Zeit, Kapital und qualifiziertes Personal sind in vielen Unternehmen knapp und erschweren es, vorausschauend auf neue Anforderungen zu reagieren.

Das Zukunftsparadoxon: Themen wie Unternehmensnachfolge, Digitalisierung und Innovation werden von Inhaberinnen und Inhabern als wichtig eingeschätzt. Im Tagesgeschäft geraten sie jedoch häufig in den Hintergrund, obwohl sie entscheidend für die langfristige Handlungsfähigkeit und Wettbewerbsstärke sind.

Nachfolge, Inhaberabhängigkeit und Cyberrisiken im Fokus

Besonders im Bereich Unternehmensführung macht die Studie auf unterschätzte Risiken aufmerksam. Dazu gehören eine starke Abhängigkeit von einzelnen Inhaberinnen und Inhabern, ungeklärte Nachfolgefragen sowie wachsende Cyberrisiken. Wenn Wissen, Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse zu stark auf einzelne Personen konzentriert sind, kann dies die langfristige Stabilität und Entwicklungsfähigkeit von Unternehmen gefährden.

Der Risiko-Report verdeutlicht damit auch die Bedeutung strategischer Unternehmensführung: Zukunftssicherung im Mittelstand bedeutet nicht nur, auf externe Belastungen zu reagieren, sondern interne Strukturen, Verantwortlichkeiten und Nachfolgeprozesse frühzeitig weiterzuentwickeln.

Zur Studie

Der Risiko-Report Mittelstand 2026 steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung:
www.mittelstandsbund.de/dmb-risiko-report

Kontakt:
Prof. Dr. Birgit Felden
Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF)
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
www.birgitfelden.de

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