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Am 1. Oktober 2016 fiel der Startschuss für ein neues, futuristisches Forschungsprojekt am EMF-Institut. Das Projekt widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung zukünftiger Veränderungen und Entwicklungsneigungen von Wirtschaft und Gesellschaft sowie deren Auswirkungen auf Familienunternehmen in Deutschland und wird von der EQUA-Stiftung gefördert.

Weniger als 10% aller Familienunternehmen schaffen es in die vierte Generation, obwohl sie im Vergleich zu Publikumsgesellschaften eine ungewöhnlich hohe Langlebigkeit hervorweisen können. Sie haben somit eine hohe Bedeutung für die volkswirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ab und sollen daher umfeldbezogen sowie zukunftsorientiert betrachtet werden.

Mit Blick auf die Futurologie sollen unter Verbindung von qualitativen und quantitativen Methoden in mehreren Stufen auf Literaturrecherchen basierende Thesen untersucht sowie bereits bestehendes Datenmaterial ausgewertet werden. Innerhalb von zwei Jahren bilden Forschungsfragen wie „Welche gesellschaftlichen Veränderungsprozesse gibt es in Deutschland?“, „Wie wirken sich diese auf Familienunternehmen aus?“ und „Was könnten die veränderten Bedingungen für deren Fortbestand bedeuten?“ den Fokus des Projektes. Durch Nutzung des Delphi-Verfahrens werden Daten über Expertenmeinungen aus Familienunternehmen zur Thematik erhoben und analysiert. Die resultierenden Ergebnisse aus der Studie werden in qualitativen Interviews mit Experten und Mitgliedern aus Familienunternehmen diskutiert, evaluiert sowie die vorangegangenen Thesen verifiziert oder auch falsifiziert. So werden Entwicklungsprognosen und relevante Forschungsbereiche aufgezeigt, aus denen sich Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Die gewonnenen Forschungsergebnisse werden abschließend in der Konstruktion diverser Szenario-Alternativen abgebildet, die auf der Kombination von einzeln und zentral identifizierten Faktoren beruhen.

Um die Erkenntnisse aus diesem Forschungsprojekt in der Praxis zu nutzen, werden diese sowohl in wissenschaftlichen Organen publiziert als auch in moderner, ansprechender und verständlicher Form der Gesellschaft und den Unternehmen zur Verfügung gestellt. Erste Forschungsergebnisse finden sich ab Mitte 2017 auf der Website des Projektes, welches am 14. Oktober 2016 in München vorgestellt wurde.

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