Mehr als 200 000 mittelständische Betriebe in Deutschland planten laut aktuellen KfW-Nachfolgemonitor (2025) eine Geschäftsaufgabe. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass geeignete Nachfolgerinnen und Nachfolger fehlen. Vor diesem Hintergrund wurde in enger Zusammenarbeit mit der EQUA-Stiftung der aus dem Forschungsprojekt MatchA hervorgegangene Prototyp zu der branchenübergreifenden Plattform Switch extern weiterentwickelt.
Switch extern verknüpft betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Hard Facts) mit qualitativen Faktoren wie Führungsstil, Werten und Unternehmenskultur (Soft Facts). Ziel ist es, die Vorauswahl potenziell passender Nachfolgepartner nachvollziehbarer und differenzierter zu gestalten. Im Projektverlauf wurden die Inhalte für die Zielgruppe inhaber- und familiengeführter Unternehmen geschärft, die Nutzerführung überarbeitet und die technische Umsetzung in mehreren internen und externen Testschleifen weiterentwickelt.
Seit Januar 2026 ist die Plattform öffentlich zugänglich. Sie richtet sich an inhabergeführte Unternehmen, Familienunternehmen sowie nachfolgeinteressierte Unternehmerinnen und Unternehmer im deutschsprachigen Raum. Nutzerinnen und Nutzer können Profile anlegen, Matching-Vorschläge einsehen und erste Kontakte anbahnen. Der laufende Betrieb wird von der EQUA-Stiftung verantwortet; das EMF-Institut begleitet die Einführung weiterhin wissenschaftlich.
Weiterführende Informationen zu Switch extern finden sich auf der Projektseite. Registrierungen sind ab sofort unter https://switchmatcha.emfprojekt.de/ möglich.
