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Gibt es Familienunternehmen in Berlin?

Wer an Berlin denkt, verbindet damit oft Kunst und Kultur, Politik und Beamte, sowie eine hippe StartUp-Szene. Nur selten denkt man an klassische Familienunternehmen. Doch es gibt sie und oft sind sie die Hidden Champions der Region. Am 19. November 2014 trafen sie sich am Wannsee zum 7. Campus wannsee – der EMF-Konferenz für Familienunternehmen.

Familienunternehmen führen – so das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Nicht alle Familienunternehmer sind so hip wie die Berliner StartUps, aber viele von ihnen sind glänzende Unternehmensführer – strategisch und innovativ. Und sie haben die richtigen Mitarbeiter ausgewählt! Aber wie führen eigentlich diese Familienunternehmer?

Hat sich der Führungsstil auch in Familienunternehmen geändert und ist das, was Familienunternehmen auszeichnet, wie z.B. der familiäre Umgang und die persönliche Kommunikation überhaupt noch zeitgemäß? Provokant gefragt: Versuchen Familienunternehmer vielleicht mit dem Führungsstil von gestern Mitarbeiter von heute in die Zukunft von morgen zu führen? Oder sind Familienunternehmen – mal wieder – so nah dran, dass sie diese Veränderungen schon längst erkannt und im Führungsverhalten umgesetzt haben?

Natürlich kann man diese Fragen nicht allgemein beantworten – dafür sind Familienunternehmen zu vielfältig. Aber es sind so wichtige Fragen, dass im Rahmen des campus wannsee intensiv nach Antworten gesucht wurde. Erfahrene Praktiker und versierte Wissenschaftler haben ihre Erlebnisse und Gedanken dazu vorgestellt – zum Mitdenken und Mitdiskutieren. Studierende des Studiengangs Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge an der HWR Berlin, Kolleginnen und Kollegen aus dem wissenschaftlichen Bereich und natürlich viele Familienunternehmerinnen und -Unternehmer diskutierten mit.

Den Auftakt machte Britta Steffen, die erfolgreiche Schwimmerin mit ihrem Impulsvortrag zum Thema. Steffen, selbst Absolventin der HWR, stellte in ihrem sehr persönlichen Beitrag ihre Erfolgsfaktoren vor, aus denen sich sofort die Parallelen zur unternehmerischen Welt erschlossen.Dr. Eberhardt Sasse und seine Tochter Laura von der Sasse AG thematisierten ihren Weg zur Nachfolge. Peter van Nahmen stellte im Unternehmergespräch mit Maria Wirtz von der TMS AG heraus, wie man einen renommierten Fruchtsafthersteller als Nachfolger führt. Prof. Dr. Annette Pattloch stellte ein Kooperationsprojekt des EMF-Instituts der HWR Berlin mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin vor, in dem für Familienunternehmen eine Markencloud entwickelt wurde. Die Markencloud gibt einen detaillierten Überblick über die derzeitige Markenführung und Empfehlungen, wie Familienunternehmer ihre Marke stärken können und diese auch an die nächste Generation erfolgreich übertragen. Schließlich stellte Sven Petersen von der Berliner Sparkasse vor, wie ein umfassendes Beratungskonzept für Familienunternehmen aussehen kann.

Dass diese Veranstaltung nun schon zum 7. Mal stattfinden konnte, ist einer Kooperation der Berliner Sparkasse mit dem Studiengang Unternehmensgründung und -nachfolge der HWR Berlin zu verdanken. Die Konferenz bot zum wiederholten Male die Möglichkeit, dass Studierende mit erfahrenen Unternehmern und umgekehrt genauso ins Gespräch kommen konnten, wie Wissenschaftler mit Praktikern. Die Berliner Sparkasse stellte die Räumlichkeiten und sorgte in bester Weise für das leibliche Wohl der Teilnehmer.

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© Berliner Sparkasse 2014

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© Berliner Sparkasse 2014

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