KI-gestützte Transformationsprozesse in Innovationsökosystemen
Projektlaufzeit: 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027
Projektbeteiligte:
- Prof. Dr. Sabine Baumann (HWR Berlin)
- Prof. Dr. Birgit Felden (HWR Berlin)
- Prof. Dr. Uwe Bettig (ASH Berlin)
- Prof. Dr. Christina Kratsch (HTW Berlin)
Weitere wissenschaftliche Partner und Praxispartner: Fraunhofer FOKUS, Technologiestiftung Berlin, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, DAB Digitalagentur Berlin, VBKI, IHK Berlin sowie UVB.
KI-InnoX ist ein Forschungsprojekt zu KI-gestützten Transformationsprozessen in regionalen Innovationsökosystemen. Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass Künstliche Intelligenz Unternehmen, öffentliche Organisationen und intermediäre Akteure vor grundlegende Entscheidungen stellt: Welche KI-Lösungen sind langfristig tragfähig? Welche Plattformen schaffen Handlungsspielräume? Und welche technologischen Entscheidungen führen möglicherweise zu Abhängigkeiten, die erst später sichtbar werden?
Diese Fragen gewinnen insbesondere in Transformationssituationen an Bedeutung, etwa bei Unternehmensnachfolgen, strategischen Neuausrichtungen oder beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle. Gerade in einem vernetzten Innovationsstandort wie Berlin wirken Technologie-, Plattform- und Architekturentscheidungen nicht nur auf einzelne Organisationen, sondern auch auf Kooperationen, Wertschöpfungsstrukturen und das regionale Innovationsökosystem insgesamt.
Im Mittelpunkt von KI-InnoX steht daher die Analyse realer Entscheidungsprozesse in Berliner Unternehmen und Organisationen. Untersucht wird, wie Akteure über KI-Technologien, digitale Plattformen und Systemarchitekturen entscheiden, welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und welche Auswirkungen diese Entscheidungen auf Organisationen, Partnernetzwerke und Innovationsprozesse haben. Ein besonderer Fokus liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen, Familienunternehmen und weiteren Akteuren, die vor spezifischen Herausforderungen bei der Orientierung, Implementierung und Skalierung von KI-Lösungen stehen.
Das Projekt verfolgt einen interdisziplinären Ansatz. Die HWR Berlin bringt Expertise zu digitalen Plattformökosystemen, organisationalen Entscheidungsprozessen, unternehmerischer Transformation und KMU ein. Die HTW Berlin ergänzt technische Kompetenzen in der Entwicklung, Erprobung und Bewertung konkreter KI-basierter Lösungen. Die ASH Berlin untersucht Akzeptanz, Nutzungsvoraussetzungen, Kompetenzanforderungen sowie rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen. Fraunhofer FOKUS steuert zusätzliche Expertise zu KI-Systemarchitekturen und Interoperabilität bei.
Methodisch arbeitet KI-InnoX mit qualitativen Fallstudien, Workshops und praxisnahen Erprobungsformaten. Auf Grundlage der empirischen Untersuchungen sollen typische Entscheidungssituationen sichtbar gemacht und in praxisnahe Orientierungswerkzeuge überführt werden. Dazu gehören unter anderem Analysemodelle, Entscheidungshilfen und Transformationsdossiers, die Berliner Unternehmen und intermediäre Akteure bei KI-bezogenen Transformationsprozessen unterstützen können.
Die erwartete Wirkung des Projekts liegt darin, KI-Entscheidungen nicht nur technologisch, sondern auch organisational, ökonomisch und ökosystemisch besser verständlich zu machen. KI-InnoX leistet damit einen Beitrag zur evidenzbasierten Gestaltung eines zukunftsfähigen Berliner Innovationsökosystems und unterstützt insbesondere KMU dabei, KI-bezogene Transformationsprozesse reflektiert, verantwortungsvoll und handlungsorientiert zu gestalten.
